Serien, die ich mag
Serien, die ich mag (VII)
Es gibt Serien, die man schaut und wieder vergisst und dann gibt es Serien, die einen für immer prägen.
Mich sollte das prägen, was ich am Montag den 18.6.1984 zum ersten mal sah. Meine Eltern waren aus dem Haus, ich war 13 und hatte die ganze Wohnung für mich.
Ich weiss nicht mehr, ob ich vorhatte um 20:15 vor dem Fernseher zu sitzen, oder ob ich zufällig eingeschaltet hatte. Auf alle Fälle teilte mir die Ansagerin mit, dass nun ein weiterer amerikanischer Krimi-Hit in deutscher Erstausstrahlung gesendet werden würde. Krimis waren und sind nicht unbedingt das, was ich am liebsten sehe, aber mit 13 und nur drei Programmen, nimmt man was kommt.
Wie damals üblich zerredete die gute Frau noch den kompletten Inhalt der Folge und dann ging es los.
Seit “Ein Colt für alle Fälle” wusste ich, was ein Pilotfilm ist. Somit war mir klar, das die erste Folge einer Serie Spielfilmlänge aufweist und nicht den üblichen Vorspann mit sich bringt.
Irgendwie gab es minutenlang gar keinen Vorspann. Statdessen erzählt der Hauptdarsteller die meiste Zeit aus dem Off alles, was man wissen musste um gescheit in die Protagonisten eingeführt zu werden.
Nach viereinhalb Minuten hatte mich die Serie in der Tasche. Mit “Nicht nach den Hunden sehen, mach das Schloss auf, nicht nach den Hunden sehen… Du hast doch nach den die Hunden gesehen!” und dem anschliessenden Blick in die Kamera, mit diesem unverschämten und extrem breiten Grinsen und dann dieser Wagen, dieser feuerrote Wagen…
Ich war zum Magnum Fan mutiert.
Die Anfangsmelodie des Pilotfilms kam offenbar direkt von James Last, war für damalige Verhältnisse jedoch in Ordnung.
Das dachte ich, bis Folge zwei kam. Die hatte dann einen Vorspann, der das Haus rockte.
Bis heute, möchte ich sagen. Wie ich Jahre später erfahren sollte, hatte die ARD sich dazu entschlossen die Serie aufs heftigste zu editieren. Das begann beim Vorspann und ging bis zum Löschen jeglicher Vietnamreferenzen innerhalb der Folgen.
Eigentlich gab es den endgültigen Vorspann, den die Serie bis zum Ende hin haben sollte (mit kleinen ?Ñnderungen über die Jahre), erst ab der Mitte der ersten Staffel. Damals gleich ab Folge zwei. Hat mich das gestört? Nein.
Magnum lief dann einige Wochen Montags um 20:15 und später, als Dallas Sommerpause machte, Dienstags um 21:45.
Das ging einige Zeit gut, um genau zu sein bis 1985. Dann war Pause. So lange, dass ich die Serie aus den Augen verlor. Irgendwann lief sie Sonntags um 0:00 Uhr. Zu einer Zeit, zu der wirklich jeder normale Mensch fern sieht, so auch ich nicht.
Ein kurzes Intermezzo auf RTL (mit neuer Synchro) und etliche Wiederholungen auf Kabel1 und 13thStreet konnten mich auch nicht dazu bringen, einzuschalten, da ich gerne an dem Punkt weitergemacht hätte, wo ich 1985 aufgehört hatte.
So musste ich warten, bis die DVD-Boxen kamen, um endlich alle Folgen in chronologischer Reihenfolge geniessen zu dürfen. Leider in der RTL Synchro, aber es ging wohl nicht anders. (Die ursprünglichen Synchronstimmen von Higgins, T.C. und Rick sind mir lieber.)
Heute ist nun der Tag, an dem ich endlich das Serienfinale sehen durfte. Nach 161 Folgen und knapp 14 Jahren geht für mich etwas zu Ende, das länger hätte dauern können.
Vielleicht geht’s ja irgendwann weiter. Nicht mit Matthew McConaughey sondern richtig.
Posted: March 8th, 2008 under Serien, die ich mag.
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Serien, die ich mag (II)
Dieses Jahr spülen sie so ziemlich alle Serien auf DVD in den Markt, die ich kenne.
Ich finde es grossartig und werde wohl endgültig das Essen einstellen, um sie alle erwerben zu können.
Wir beginnen hiermit:
Posted: October 6th, 2007 under Serien, die ich mag.
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