Bis immer mehr Leute, die ich kenne und kannte begannen, sich aktiv dort zu tummeln.
Es folgte die erneute Registrierung mit einer nun achtstelligen Nummer. Zwei Stellen uncooler also.
Diese Nummer sollte es für zehn Jahre bleiben.
Heute fiel mir die alte Nummer nebst Passwort in die Hände.
Immer wenn ich Blogs von Hyperaktiven lese, bekomme ich ein schlechtes Gewissen.
Manchmal ist mir nicht danach, jeden einzelnen Schritt, dessen was ich tue, aller Welt mitzuteilen.
Heute aber schon.
Ich sitze derzeit (und mal wieder) an einem Film, an dem ich schon über 21 Jahre arbeite. Es ist der Film zu unserer Klassenfahrt der Klasse von 1987.
Wir hatten damals den nicht unbedingt für jedermann geltenden Luxus eine Videokamera mitnehmen zu dürfen. Sogar ein Drehbuch für einen Film gab es, jawohl!
Nur hatten wir nach der Ankuft so absolut keinen Bock mehr, uns an selbiges zu halten, was in einem kruden Sammelsurium sinnloser Aufnahmen gipfelte, die es im Anschluss galt in eine soweit sinnvolle Reihenfolge zu bringen, als dass man sie an einem letzten gemeinsamen Abend auch den anwesenden Eltern vorzeigen konnte.
Den damaligen Schnitt nahm ich vor mit meinem Commodore 64, der Videokamera (gehörte einem damaligen Klassenkameraden, bzw. dessen Eltern) und unserem Mono-Videorekorder mit Toplade-Funktion.
Der C64 lieferte einige schmissige Textanimationen mit einer derb ins SID-Format zerlegten Version von “Another One Bytes the Dust” von Queen.
So sa?ü ich einen Nachmittag im Wohnzimmer, stöpselte abwechselnd den C64 und dann wieder die Kamera an den Toplader und nahm häppchenweise einen Film auf.
Kam damals gut an. Naja, was sollen sie auch anderes sagen, die lieben Eltern.
Da Videokassetten damals mehr kosteten, als ich im Jahr an Taschengeld bekam, gab es jahrelang nur eine einzige Kopie dieses Films. Dachte ich.
Bis zu unserem 20-jährigen Jubiläum Ende 2007.
Ich hatte mittels ein wenig Zeit und Hingabe eine leicht verbesserte Version (ein bisschen Movie-Titel-Magic) einer leicht verbesserten Version (als der Stereorecorder kam, habe ich auf die zweite Spur Musik gelegt) des Films meiner werten Klasse auf DVD mitgebracht. Diesmal sogar für jeden eine eigene.
So erfuhr ich, dass der gute Kerl, dessen Eltern damals die Videokamera besa?üen, auch einen Abzug der Aufnahmen gemacht hatte.
Und mit eben diesem Abzug, den ich mir mittlerweile digitalisiert habe, beschäftige ich mich jetzt, aus dem alten Material eine Full-HD Bluray zu machen, so gut das eben geht.
Der Vorteil ist, dass ich nun mit einer direkten Kopie der Original-Aufnahme, ohne Musikmurks meiner selbst, arbeiten kann.
Zum Abschluss ein Auszug des Intros aus dem “Director’s Cut” von 2007:
8. Wir wiederholen Schritte 5-7 so oft, bis es zu einer Diashow kommt und die Filme nicht mehr flüssig abspielen.
9. Wir löschen die letzte Kopie, die das Ruckeln verursacht.
Ergebnis:
Der G5 spielt einen QuickTime-Film mit 848×352 Pixeln, 30 FPS, 2412,96 kBit/s, H.264, 16.7 Mio Farben und AAC Stereo-Audio mit 48000 KHz
6 mal gleichtzeitg ab, ohne zu ruckeln.
Das Macbook Pro schafft 9.
Seinerzeit beim G4/G5-Wechsel vor über 5 Jahren, hatte ich einen “large” Trailer benutzt. Der G4 kam auf 2, der G5 auf 13.
Ob der neue ähnliche Werte erziehlt? Wir werden sehen.