Um Gottes Willen, niemals!
Dann widerum: Nachdem ich kürzlich Zeuge wurde, dass man mit 59 Jahren noch 3h derart schreiend auf und ab springen kann, dass man meinen könnte der Grund sei eine ganze Steige Red-Bull gewesen, habe ich beschlossen, etwas für meine nicht vorhandene körperliche Fitness zu tun.
Hierfür galt es den zunächst kostengünstigsten Weg zu finden. Den sah ich im Erwerb eines Paar neuer, schicker Sportschuhe, einzig und allein zum Zwecke des Dauerlaufs ersonnen.
Der nette junge Mann im Runner’s Point zu Mainz nahm sich viel Zeit für mich und meine dämlichen Fragen, zwang mich wiederholt auf ein Laufband und versorgte mich im Anschluss nicht nur mit den hässlichsten Sportschuhen der Welt, von einer Marke, von der ich noch nie in meinem Leben gehört hatte, nein ich bekam sogar noch ein spezielles Paar Socken, die meine Füsse gefälligst vom Schwitzen abhalten sollen.
Da ich zusätzlich über den aktuellsten iPod Shuffle verfüge und diverse Baseballkappen in ?úbergrösse besitze, war ich vom Equipment her nun voll ausgestattet.
Der Verkäufer wies mich darauf hin, dass ich die Laufschuhe nicht jeden Tag nutzen sollte, um ihnen ein langes Leben zu bescheren. Damit war ich einverstanden, hatte ich doch vor, drei mal die Woche laufen zu gehen. Dienstags, Donnerstags und Samstags. Vorzugsweise zu nachtschlafender Zeit gegen sechs Uhr morgens.
Heute morgen bin ich also zum ersten mal raus. Allzu leicht fiel es mir nicht, aber einmal draussen, war es doch ganz angenehm.
Ich wählte einen Weg, der mich von zuhause, einmal ums örtliche Schwimmbad und wieder zurück führen sollte, in maximal 30 Minuten. Eine anschliessende Messung mit Google Earth ergab einen Weg von 2,36 km.
Sicherlich bin ich den nicht komplett im Lauftempo entlanggerannt. Dazu bin ich viel zu unfit.
Ich würde jedoch sagen, in etwa die Hälfte gejoggt, die andere Hälfte “gewalkt”.
Ich bin mit dem ersten Mal zufrieden, da ich dachte, ich überlebe das ganze nicht und breche auf der Hälfte zusammen.
Der Zeitrahmen war auch gut gesteckt, ich war in 23 Minuten wieder zuhause.
Wenn ich mich nicht verrechnet habe, entspricht das einer Laufgeschwindigkeit von 6 km/h. Gut, das ist eher zügiges Spazierengehen…
Es mag mich auslachen, wer will. Es ist ein Anfang und ich mache es freiwillig.
Falko rennt jeden Tag einmal nach Feuerland und zurück. Da will ich gar nicht hin!
Posted: July 18th, 2009 under Mental incompetence.
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